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Im Jahr 1950 beschrieb der deutsche Arzt Ernst Gräfenberg eine erogene Zone in der vorderen Wand der Vagina, die fortan als Gräfenberg-Zone, G-Zone, G-Punkt oder auch G-Spot bezeichnet wird.

 

Was passiert während der sexuellen Stimulation?

Ist die Scheide noch trocken, ist die Stimulation dieser Region eher unangenehm, und es entsteht ein Gefühl, das dem des Harndrangs ähneln kann. Erst mit steigender Lust wird die Reizung dieses Bereichs als erregend empfunden – die Region um die Harnröhre schwillt an, und in den Skene-Drüsen bildet sich Flüssigkeit.

Bei sexueller Erregung kann man eine Zone, die durch sich sammelndes Blut in den kleinen Gefäßen und die gefüllten Skene-Drüsen anschwillt, sogar ertasten. Sie fühlt sich wellenförmig an, und man kann eine hervortretende knotenförmige Erhebung spüren. Hier liegen die Skene-Drüsen. Die Erhebung entspricht höchstwahrscheinlich dem G-Punkt. Ihre Größe variiert von Frau zu Frau und muss nicht maßgeblich für die Sensibilität sein.

Bei fortgeführter Stimulation kann es zum Orgasmus und zur Ausschüttung von Flüssigkeit kommen.

 



Was ist eine G-Punkt-Aufspritzung und was passier

Die G-Punkt-Aufspritzung gibt es seit zwei bis drei Jahren, wobei es aus intimchirurgischer Sicht zwei Möglichkeiten gibt den sensiblen Bereich durch Aufspritzen zu vergrößern:

  1. die Aufspritzung mit körpereigenem Fettgewebe oder
  2. die Aufspritzung mit Hyaluronsäure.

Im Gegensatz zu der Behandlung mit Hyaluronsäure, welche innerhalb von sechs bis neun Monaten wieder vollständig abgebaut wird, kann die Unterspritzung mit körpereigenem Fettgewebe meist zu einer dauerhaften Volumenvergrößerung des G-Punktes führen. Es kann allerdings auch hier vorkommen, dass ein Teil des Fettgewebes im Laufe der Zeit wieder abgebaut wird. Durch diesen Eingriff ist bei circa 50 bis 70% der Behandelten eine dauerhafte Volumenvergrößerung des G-Punktes durch Fettgewebe realistisch.

Welche Risiken bringt dieser Eingriff mit sich?

Vaginismus, eine unwillkürliche Verkrampfung oder Verspannung des Beckenbodens sowie des äußeren Drittels der Vaginalmuskulatur, ist eine mögliche Nebenwirkung der G-Punkt-Aufspritzung. Dies kann unangenehm beziehungsweise sogar sehr schmerzhaft sein und der Scheideneingang kann als Folge des Vaginismus eng oder wie verschlossen erscheinen. Eine weitere Gefahr bei der G-Punkt-Aufspritzung ist, dass der sensible Bereich gereizt und die Lustempfindsamkeit abgeschwächt oder gänzlich abgetötet wird. Außerdem kann es zu einer Zerstörung des Gewebes kommen. Bei jeder Operation, auch bei derartigen Eingriffen, stets Risiken vorhanden sind, welche immer mit dem Nutzen des Eingriffs abgewogen werden sollten. Für Interessentinnen einer G-Punkt-Vergrößerung ist es ratsam sich zu überlegen, was sie sich von dieser Operation erhoffen bzw. erwarten.

Was kostet ein derartiger Eingriff?

Die Kosten einer G-Punkt-Aufspritzung belaufen sich bei der günstigeren und nicht langanhaltenden Variante mit Hyaluronsäure auf circa 1700 Euro. Bei der länger anhaltenden Behandlung mit körpereigenen Fettzellen kostet diese die Patientinnen circa 2200 Euro.

Welche Motive haben Patientinnen für einen derartigen Eingriff?

Die Motive für einen derartigen Eingriff sind klar: es geht um ein sexuelles Ideal, eine gesuchte Norm der es zu entsprechen gilt.

Klimakterium-hier ist es wichtig-vaginal- die Trockenheit zur lindern, eben auch mittels Hyaluronsäure in Form vom Gel oder Zäpfchen.

 

 

 

 

Anderer Bereich wo Hyaluronsäure eingesetzt werden kann ist die Behandlung von der Belastungsinkontinenz.

Die Unterspritzung des Schließmuskels erfolgt unter Sicht über die Harnröhre mittels einer Nadel (z.B. mit Silikon, Teflonpaste, Kollagen oder Hyaluronsäure-Derivat) im Bereich des Harnröhrenschließmuskels. Dadurch kann sich die Belastungsinkontinenz verbessern. Diese Möglichkeit stellt eine Therapiealternative dar und wird bei Patienten / Patientinnen angewendet, für die keines der anderen Verfahren aufgrund von Voroperationen, Nebenerkrankungen, des Allgemeinzustandes oder frustraner Voroperationen in Frage kommt.